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Bekijk de volledige versie : WL-500gP-externe Festplatte Energiesparen/Partionierung



nipec
01-07-2008, 16:27
Hallo,

ich habe mir eine externe (500GB-USB) Festplatte geholt und würde diese gerne an meinem WL500gP Ver.1 benutzen....soweit kein Problem ich denke auch das ich dies hinbekommen...allerdings wird diese Platte nicht so viele Zugriffe pro Tag haben d.h ich würde sie gerne in einen Stromsparmodus versetzen (soweit ich weiß hat die Platte Hardwaremäßig so etwas integriert ansonsten existiert aber auch ein Paket). Das Problem an der Sache ist das ich aus diesem Grund nur ungern eine swap-Partition auf dieser Platte anlegen will, da diese die Platte oft aus dem Ruhezustand holen würde, deswegen dachte ich mir zusätzlich zu der Festplatte an den 2.USB Port noch einen USB-Stick anzuschließen und diesen dann mit swap zu formatieren.

1.) Ist dies möglich ?
2.) Und wie sieht es mit dem in der Installationsanleitung erstellten /opt Verzeichnis aus ? Dies würde die Platte ja theoretisch zeitweise auch aus dem Schlummermodus holen ?
3.) Was würde passieren wenn ich die USB-Platte entferne und so kein /opt-Verzeichnis mehr vorhanden ist ?

schon mal recht herzlichen Dank für die Antworten :D

newbiefan
01-07-2008, 21:53
1.) Ist dies möglich ?
2.) Und wie sieht es mit dem in der Installationsanleitung erstellten /opt Verzeichnis aus ? Dies würde die Platte ja theoretisch zeitweise auch aus dem Schlummermodus holen ?
3.) Was würde passieren wenn ich die USB-Platte entferne und so kein /opt-Verzeichnis mehr vorhanden ist ?

schon mal recht herzlichen Dank für die Antworten :D

Einfache Antwort:
1.) ja
2.) ja, jeder Zugriff
3.) bei richtiger Konfiguration: nichts, ist eben nur ein normaler Router.

lege doch einfach swap und /opt auf den stick, der wird zwar nicht lange leben, aber bei den heutigen Preisen fuer 1 GB Sticks, ist es egal. Unbedingt 2 kaufen und eine exakte Kopie auf dem 2. Stick.
(256 MB Swap, Rest /opt)

wengi
02-07-2008, 07:32
Hi,

mal was generelles zum Thema Energiesparen und HDD Spindown.
Ja, das mit dem USB Stick funktioniert so, wie newbiefan beschreibt.

ABER:

Finanzieller Aspekt:
Du sparst Strom, wenn die Platte nicht läuft. Dafür braucht Dein USB Stick 24/7 zusätzlichen Strom. Der Stick wird durch die Schreibzyklen im swap nicht lange leben. Sagen wir Du brauchst alle 1-2 Jahre einen neuen Stick (wieder Kosten). Rechne mal selbst durch, was günstiger ist.

Umwelt-Aspekt:
Strom sparen schont die Umwelt! Elektronikschrott produzieren (defekte USB Sticks) belastet die Umwelt vermutlich stärker (Produktion und Entsorgung) als die paar Watt an Einsparungen.

Übrigens ist die Lebensdauer einer Festplatte mehr oder weniger unabhängig davon, ob sie ständig läuft oder im Tiefschlaf ist. (Hab ich mal einen sehr interessanten Bericht zu gelesen...)

Fazit:
Es muss jeder für sich wissen. Ich möchte hier nur mal aufzeigen, dass es nicht immer Sinn macht das letzte Watt an Strom zu sparen.

wengi

nipec
03-07-2008, 14:19
ja dann hau ich nur den swap auf den usb-stick und den rest auf die festplatte...ich kann ja auf der festplatte auch noch mal 500 MB freihalten
für den den fall das ich es mir später mal anders überlege, dürfte bei 500GB nicht sonderlich ins Gewicht fallen :P

vielen Dank für die Antworten und Anregungen hoffe ich bekomme das jetzt so hin ;)

legolas
03-07-2008, 23:28
Hi,

ich hatte zu dem Thema schon einmal etwas geschrieben. Es ist nicht ganz so, wie hier von wengi beschrieben.

Ich betreibe selber eine USB-HDD (2,5" Hitachi 120GB). Auf ihr sind sowohl eine Swap- als auch eine Datenpartition. Die Swap-Partition wird bei mir fast nie benutzt und läuft nur stand by, da meine Dienste mit dem 32MB RAM meistens auskommen. Die Platte springt daher aufgrund von Swap-Zugriffen auch nie an. Bei mir laufen folgende Dienste:

-VPN
-Samba
-HTTP
-FTP
-NFS
-SSH
-TwonkyMedia

Wie man sieht, sind schon ziemlich viele Dienste aktiv. Es ist also unbedenklich eine Swap-Partition auf die Platte zu legen. Wenn man Samba oder Torrents extensiv benutzt, dann wird die Swap-Partition aktiv. Allerdings ist dann auch ebenfalls die Daten-Partition aktiv, da ja Daten gelesen oder gespeichert werden müssen. Es ist also kein Nachteil. Eine USB-Swap-Partition lohnt sich also nicht. Allein schon deswegen nicht, weil die Schreib- und Leseraten meistens wesentlich langsamer sind als bei einer Festplatte.

Das sich USB-Sticks als Swap kaputtschreiben ist auch nicht bewiesen. Mir ist noch kein einziger Fall bekannt, dass ein USB-Stick aufgrund der begrenzten Schreibzyklen kapputt gegangen ist. Ct hatte mal einen umfangreichen Test gemacht und konnte einen Stick duch extensive Nutzung weit über die garantierten Zyklen nicht kapputtschreiben. Es ist also sehr frangwürdig, ob er überhaupt kapputt geht. Ich würde mal sagen, dass das erst nach sehr langer Zeit (grösser 5-6 Jahre) passieren wird, wenn überhaupt. Alle modernen USB-Sticks haben eine Defekt-Management und blenden defekte Zellen aus und ersetzen sie gegen funktionsfähige Zellen. Dazu hat der Stick mehr Speicherzellen als physisch angegeben.

Norbert

newbiefan
04-07-2008, 20:16
Sorry, lieber Legolas, so will ich das nicht stehen lassen.....
Wenn ich Asterisk still lege und nur Samba benutze, bzw. einen groesseren File hin und her schiebe, beansprucht Samba sehr wohl meinen Swap.
Klar spielt es keine wesentliche Rolle, da in der Regel ein Swap Schreib-od. Lesevorgang auch so gut wie immer einen Zugriff auf /opt oder generell HDD beinhalten. So habe ich einen Webserver laufen, der muss ohnehin bis zu ca. 50x am Tag auf die Platte, um die Webfiles zu holen. Deshalb habe ich auch alles auf der HDD. Aber ohne Swap geht zwar Samba auch, aber versuche einmal einen groesseren File zu kopieren, es dauert schlicht wesentlich laenger! Und USB Sticks muessen nicht unbedingt wesentlich langsamer sein, Qualitaet und Art der Anforderung spielen auch eine grosse Rolle. Jedenfalls ging bei mir ein MMC bereits nach 8 Wochen mit haeufigen Schreibzugriffen ein. Auch ein Stick hat schon sein Leben ausgehaucht (9 Monate) - es haengt von der Anwendung ab. Jedenfalls garantieren fast alle Hersteller nur ca. 100.000 Schreibzyklen. Auch die Argumentation, dass ja schoen gleichmaessig verteilt wird und deshalb die Sticks Jahre halten, kann nur fuer Windows und Datenspeicherung gelten=wenig Schreibzyklen. Ein Swap verhaelt sich aber voellig anders, der schreibt nach voellig anderen Kriterien. Da kommen 100.000 Schreibzyklen auf das gleiche Byte wesentlich schneller zustande, als wenn man eine Datensicherung macht. Windows verteilt gleichmaessig, Linux Swap nicht. Naja und eine Defekt-Maskierung funktioniert bei einem Swap nicht so einfach, schliesslich wird ein Swap vom System als durchgehender Adressraum betrachtet, sobald auf eine Adresse zugegriffen wird, welche nicht vorhanden ist, stuerzt dein Programm ab oder macht nicht vorhersagbare Dinge.
http://de.wikipedia.org/wiki/USB-Stick#USB-Speicher-Stick

aber auch: http://www.pc-professionell.de/tipps/2006/11/17/20061116026.aspx

Letztendlich kann man folgende (vorsichtige) Angabe machen: wird selten geschrieben oder selten auf das gleiche Byte, ist ein Flash (USB Stick od. andere) die bessere Wahl, schreibt man jedoch auf die gleichen Speicherzellen, ist die HDD besser (ein erweiterter Adressraum der CPU)

LG

Nachtrag: ist auch interessant - http://www.thomashertweck.de/linuxram.html
und wesentlich: http://www.linux.com/feature/121916 (speziell How big should my swap space be?)

legolas
06-07-2008, 23:59
Hi newbiefan,

die Frage lautete: Macht Swap auf einer Platte Sinn, die wenig benutzt wird (siehe Anfang). Aus meiner Sicht macht es kaum Sinn einen USB-Stick zu verwenden, wenn die Platte eh nur selten genutzt wird, weil sie meistens im Ruhezustand ist. Bei Dir ist es sicherlich ein Problem mit den vielen Diensten. Ich habe auch einige Dinge laufen und kann nicht sagen, dass die Platte ohne meine Aktivität anspringt. Ist mein System im standby, so ist auch die Festplatte mit der Swap-Partition in standby. Erst wenn ich aktiv mit Samba auf die Platte zugreife, springt die Platte an. So wollte es wohl auch nipec haben.

Ich habe mir Deine aufgeführten Links angesehen und konnte nichts brauchbares finden was Deine Ansichten untermauert.

Je nach Modell haben die meisten USB-Speicher einen ungenutzten Speicherbereich der für das Defekt-Management benutzt wird. Im USB-Stick ist ein Controller, der die Zugriffe auf den Flash-Speicher regelt. Das geschieht so, das eine gleichmäßige Auslastung aller Zellen stattfindet. Sollten einmal Zellen defekt werden, so werden sie durch andere Zellen ersetzt (umgemappt). Dem USB-Stick ist das völlig egal mit welchem Betriebssystem und welcher Strategie da zugegriffen wird. Die Zuordnung zu den Flash-Zellen regelt immer der USB-Controller im Stick. Geswapt wird übrigens nur, wenn der Cach die Seiten nicht mehr halten kann. Das passiert nur, wenn der RAM extrem ausgelastet ist. Bei mir werden gerade mal 5MB geswapt und die auch nur in Spizenlastzeiten. Ansonsten tut sich da gar nichts. Wenn Du einen 1GB-USB-Stick verwendest, hast Du genügend Ausweichzellen bis es zum Crash kommt. Man muss halt nur darauf achten, dass man keine vollen Sticks benutzt.

Norbert

newbiefan
07-07-2008, 20:22
Hi Legolas!
Ich vermute wir reden vom gleichen Verhalten.....
Naja jedenfalls ist swap-space immer angebracht:
Auszug aus einem meiner Links von oben:


How big should my swap space be?
It is possible to run a Linux system without a swap space, and the system will run well if you have a large amount of memory -- but if you run out of physical memory then the system will crash, as it has nothing else it can do, so it is advisable to have a swap space, especially since disk space is relatively cheap.

Also, es kann jeder interpretieren wie er will, aber ich sehe es schlicht so, dass ein Swap ja keine negativen Eigenschaften hat und zudem wenig kostet , aber wenn das System einen braucht ist immer einer da, ansonsten gibts eben einen Absturz oder gar Datenverlust.
Also macht ein Swap immer Sinn, denn die Stabilität erhöht sich, speziell mit dem 2.4er Kernel.
Und ob man nun einen USB Stick od. HDD nehmen will, mag letztendlich ziemlich egal sein-ein USB Stick ist jedoch nicht wesentlich langsamer als eine HDD. Tatsache ist auch, dass es Tests mit Sticks gab, welche nach 16 Mio Schreibzyklen noch nicht defekt waren. Wobei bei diesen Tests stark zu bemängeln ist, dass Angaben bezüglich des Filesystems und absolute Stickgröße (Anzahl der Sektoren), sowie die Art der Daten weitgehend fehlen. Denn (weisst Du sicher auch) es spielt eine große Rolle, ob ich ein Byte schreibe und danach lese oder einen ganzen Sektor. Denn Flash hat die Eigenschaft immer einen ganzen Sektor zu löschen und alle z.Bspl. 512 Bytes wieder zurück zu schreiben und dabei nur das eine Byte zu ändern. So besteht der wesentlich Unterschied z.Bspl. bei Blockschreibweise bei 512 Bytes darin, dass nur ein einziger Schreibvorgang notwendig ist, wird jedoch ein einziges Byte geschrieben gibt es für 512 Bytes bei einem 512 Byte Sektor insgesamt 512 X 512 Schreibzyklen! Das erklärt auch, warum Sticks manchmal schnell sterben. Speziell billigere Sticks mit mangelhaftem Speichermanagement sind davon stark betroffen. Naja und selbst das beste Speichermanagement-System kann nicht jedes Byte beliebig verteilen, alleine der Adressierungsaufwand für wenige GB Speicher wäre enorm, ganz zu schweigen vom Zeitaufwand.
Und dann macht es noch einen grossen Unterschied ob man einen Windows-Treiber einsetzt oder einen unter Linux.
Ich weiss es zwar nicht, glaube aber nicht, dass die Linux Treiber genau auf die Blockgrösse der jeweiligen USB-Speicher optimiert sind.

Unabhängig davon hat der User im Eingangsposting einen Swap haben wollen, über den Sinn eines Swap space hat er nicht gefragt, lediglich ob es möglich ist, diesen auf einem Stick zu haben und das wurde im 2. Posting beantwortet. :D:D

LG
Helmut

legolas
14-07-2008, 17:20
Hi newbiefan,

ok, ich gehe konform mit Deinen Aussagen. Wie Du schon schreibst, ist das alles eine Sache des Standpunktes. Swap macht wenn möglich immer Sinn.

LG

Legolas ;)